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Glossar

 

Amortisationszeit
Gibt die Zeit an, die benötigt wird, um die Investitionskosten durch die Einsparung zu decken.


Anlagenaufwandszahl
Die Anlagenaufwandszahl eP ist das Verhältnis von Aufwand zu Nutzen, die Umkehrung des Nutzungsgrades. Dies bedeutet z.B., wie viel Energie steckt man in eine Heizung (Aufwand) und wie viel bekommt man in nutzbare Wärme (Nutzen) umgewandelt. Je kleiner eP (gegen 1) desto besser ist die Anlage.
Bei einer Anlagenaufwandszahl von 1,2 werden 120 kWh Primärenergie benötigt um 100 kWh Endenergie nutzen zu können.


Bedarf 
Bedarf ist die Energiemenge die für eine bestimmte Energiedienstleistung wie z.B. Raumheizung benötigte Energiemenge die anhand von genormten Werten errechnet wird. Das Ergebnis kann vom tatsächlichen Verbrauch abweichen.


Beheizte Wohnfläche 
Die tätsächliche Wohnfläche ist die Summe der Flächen innerhalb des Gebäudes. Die beheizbare Wohnfläche AN wird mittels des beheizten Volumens mal 0.32 errechnet. Die Berechnung des Gesamtenergieverbrauchs bezieht sich auf die beheizte Fläche AN .


Bereitschaftsverluste 
Es sind Verluste die durch die ständige Bereitstellung von Warmwasser auftreten. Beispielsweise treten Verluste durch die Speicherdämmung eines Warmwasserspeichers auf oder durch die Warmwasser Zirkulationsleitung auf.


Brennwertkessel
Durch einen zweiten Wärmetauscher entzieht ein Brennwertkessel dem wasserdampfhaltigen Abgas durch Kondensation Wärme, die wiederum als Heizwärme nutzbar gemacht wird. Der Wirkungsgrad ist >100% (da bezogen auf den geringeren Heizwert des Brennstoffs)


C0
Kohlenstoffdioxid ist ein farb- und geruchloses Gas. Es entsteht bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Brennstoffen. Von der überwiegenden Mehrheit der Wissenschaftler wird die Meinung vertreten, dass eine vom Menschen verursachte Zunahme der Treibhausgase C02 in der Atmosphäre zu einem zusätzlichen Treibhauseffekt beiträgt, der zur globalen Erwärmung führt. Als deren Folge wird ein Abschmelzen der Gletscher und polaren Eiskappen, Anstieg der Meereshöhe, Versteppung, Ausbreitung von Wüstengebieten und allgemein eine Häufung von extremen Witterungsereignissen wie Stürme, Starkregenfälle, Überschwemmungen, aber auch Dürreperioden erwartet.


Dämmung 
Wichtigste Methode der Energieeinsparung im Gebäudebereich. Durch Dämmung wird die Transmission, d.h. der Wärmeverlust durch Bauteile an die Umwelt, herabgesetzt. Bei der Bauteildämmung genutzte Dämmstoffe werden nach ihrem Dämmwert, nach den Kosten, nach dem Energieaufwand bei der Herstellung und nach ökologischen Kriterien beurteilt bzw. unterschieden. Dies sind z.B. Polystyrol (Styropor), Mineralwolle (Stein- oder Glaswolle) und Polyurethanschäume (PU-Schaum), u.v.m. Alternative und regenerative Dämmstoffe sind z.B. Holzfaserplatten, Kork, Zellulosefasern, Hanf, Flachs, Mineraldämmplatten, Schaumglas u.v.m. Besonders im Bereich der Dachdämmung sollten neben ökologischen Gesichtspunkten aus Gründen der Behaglichkeit (sommerlicher Wärmeschutz!) auf Holzfaser- und/oder Zellulosedämmstoffe zurückgegriffen werden.


Deckungsgrad
Die Deckung bezeichnet den Anteil des jeweiligen Heizungssystems am gesamten Heizwärmebedarfs einschließlich des Warmwasserbedarfs, wenn dieser mit der Heizung ganz oder teilweise erzeugt wird. Die Deckung eines Warmwasserbereiters bezieht sich auf den Anteil des Warmwasserbedarfs, der über eine von mehreren Warmwasseranlagen bedient wird.


Energie
Energieumsatz pro Zeiteinheit: kWh/a
Energieumsatz pro Zeiteinheit pro Fläche: kWh/m²a


Emissionen 
Bei der Verbrennung fossiler Energieträger entstehende Schadstoffe und -Gase, die durch Schornsteine und Abgasrohre an die Außenluft abgegeben werden und die Luft verunreinigen. Beispiele sind Kohlendioxid CO2, Schwefeloxide SOX, Stickoxide NOX und Staub.


Energieausweis 
Im Energieausweis wird nur der Energiebedarf oder Verbrauch pro Jahr im Bezug auf die Wohnfläche dargestellt. Ausführliche Sanierungsvorschläge und deren Fördermöglichkeiten sind dagegen nur Bestandteil einer Vor-Ort-Beratung.


EnEV - Energieeinsparverordnung 
In der am 1. Februar 2002 in Kraft getretenen EnEV werden die bisher parallel existierende Wärmeschutzverordnung 1995 und die Heizanlagenverordnung zusammengefasst. Hintergrund dieser Zusammenlegung ist eine bessere Abstimmbarkeit von Maßnahmen an der Gebäudehülle und der Heizanlage aufeinander. Kleinere Schwächen auf der einen Seite können durch hochwertigere Maßnahmen auf der anderen Seite ausgeglichen werden, ohne dass die Einhaltung der geforderten Grenzwerte gefährdet ist. Grundsätzlich soll eine Verringerung des Energieverbrauchs im Rahmen des technisch machbaren erreicht werden. Die EnEV schreibt dabei die Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen zwingend vor. Die EnEV wurde im Jahr 2007 und 2009 novelliert, die EnEV 2014 tritt demnächst in Kraft.


Endenergie (-verbrauch) 
Ist die Energiemenge, die für die Gebäudebeheizung unter Berücksichtigung des Heiz- und Warmwasserwärmebedarfs und der Verluste des Heiz- und Warmwassersystems aufgebracht werden muss (wäre z.B. das Öl was in Ihren Tank fließt bevor es verbrannt wird). Sie bezeichnet die "zu bezahlende Energie".


Energiekennzahl 
Vergleichsgröße zur Bezifferung des Energieverbrauchs bei Gebäuden. Hierunter wird die Energiemenge verstanden, die im Laufe eines Jahres für die Beheizung eines Quadratmeters Wohnfläche verbraucht wird. Bei durchschnittlichen Einfamilienhäusern liegt die Energiekennzahl zwischen 100 und 300 KWh/m²a Bei Niedrigenergiehäusern sind Werte um 50 KWh/m²a oder besser möglich. Passivhäuser liegen in einem Bereich um die 15 KWh/m²a.


Heizkörperthermostat 
Regelungseinrichtung am Heizkörper. Das Ventil wird nur dann geöffnet, wenn eine eingestellte Soll-Temperatur unterschritten wird. Heute bei Wohngebäuden Pflicht.


Heizwärmebedarf 
Dieser Wert bezeichnet die benötigte Energie zum Heizen des Gebäudes (beheizbare Fläche). Hierbei werden die Verluste durch die Außenwände, Fenster, Dach und Keller sowie die Gewinne durch Sonneneinstrahlung und Abwärme von Personen und elektrischen Geräten mit einbezogen.


Interne Gewinne 
Hierbei handelt es sich um interne Wärmegewinne eines Gebäudes, die durch das betreiben elektrische Geräte und die darin befindlichen Menschen entstehen.


Kapitalwert 
Angenommener Geldwert, der zu Beginn der Maßnahme aufzuwenden wäre, um die Maßnahme abzüglich der Energieeinsparung unter Berücksichtigung der Zinsen durchzuführen. Ein positiver Kapitalwert entspricht einem finanziellen Gewinn über die Nutzungszeit.


Klimaschutz 
Bei der Verbrennung von Holzstoffen, Kohle, Gas oder Öl wird das Treibhausgas CO2 freigesetzt. Dieses Gas wird für die klimatischen Veränderungen mit verantwortlich gemacht. Ziel ist es deshalb diesen Ausstoß zu verringern. Werden nachwachsende Rohstoffe verbrannt, wird nur so viel CO2  freigesetzt, wie die Pflanze während ihres Wachstums der Atmosphäre entzogen hat. Somit ist hier die Endbilanz, abgesehen von Verarbeitungsverlusten und benötigter Hilfsenergie annähernd ausgeglichen. 


Luftwechselrate 
Sie beschreibt die Häufigkeit des Luftaustausches, z.B. wird bei einer Luftwechselrate von 0,5 /h der 0,5 -fache Rauminhalt an Luft ausgetauscht. Die Luftwechselrate wird nach DIN 13829 mittels des 'Blower-Door-Test' bei einem Nenndruck von 50 Pa bestimmt.


Niedrigenergiehaus 
Gebäudekonzepte, bei denen weniger als 70 kWh/m²a Wohnfläche im Jahr verbraucht werden; zum Vergleich -  Standard für Neubauten war nach EnEV 2007 ca. 80-120 kWh/m² im Jahr.


Nutzenergie 
Die Nutzenergie beziffert die Energie, die durch die Gebäudetechnik bereitgestellt werden muss, um ein Gebäude zu beheizen und das notwendige Warmwasser bereitzustellen.


Nutzungsdauer 
Angenommene Lebensdauer einer technischen Anlage oder einer Dämmung, während der sie die geplanten Aufgaben rentabel erfüllen kann. Durch diese Angabe werden verschiedene Maßnahmen wirtschaftlich vergleichbar.


Passivhaus 
Passivhäuser sind Gebäudekonzepte bei denen weniger Energie als 15 kWh/m²a Wohnfläche im Jahr verbraucht werden. Ein Nachweis durch z.B. Energieberater ist erforderlich. Eine offizielle Zertifizierung kann durch das Passivhaus Institut und lizensierte Prüfer erfolgen.


Primärenergie (-verbrauch) 
Ist die Energiemenge, die zur Deckung des Endenergiebedarfs benötigt wird, unter Berücksichtigung der zusätzlichen Energiemenge, die durch vorgelagerte Prozessketten (z. B. Förderung des Rohöls) außerhalb des Gebäudes bei der Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe entstehen. Die Einheit ist kWh/(m²a).


Primärenergieaufwandszahl
Diese Zahl beschreibt die Qualität des Heizsystems als Verhältnis zwischen zugeführter Primärenergie und tatsächlich genutzter Energie für Heizung und Warmwasser als Verhältnis
kWh-Primärenergie zu kWh-Nutzenergie. Je kleiner die Primärenergieaufwandszahl ist, desto besser ist die Energieeffizienz der gesamten Kette.


Regelung 
Heizenergieverluste können durch optimale Regelung weitgehend minimiert werden. Wichtige Ansatzpunkte: Wärme soll nur dahin gelangen, wo sie zur Zeit auch benötigt wird (Heizkörper- und Raumthermostate); die Vorlauftemperatur soll nur so hoch sein, wie sie zur Erfüllung des Heizzweckes unbedingt erforderlich ist (Nachtabsenkung, Außenthermostat). Die Flammengröße des Brenners soll so eingestellt werden, dass unnötige Stillstandsverluste vermieden werden. 


Regenerative Energie
Erneuerbare Energien nutzen die in der Umwelt vorhandenen und sich durch natürliche Vorgänge erneuernden Energieformen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Umweltwärme (Wärmepumpen: Luft, oberflächennahe Erdwärme, Grundwasser), Sonnenenergie (Kollektoren), Erdwärme (aus tiefen Erdschichten), Wasserkraft (Wasserkraftwerke), Windenergie (Wind kraftwerke) und Biomasse (nachwachsende Brennstoffe, Holz, Pflanzenöl).


Solare Gewinne 
Nutzbare Wärmegewinne durch die Einstrahlung der Sonne auf ein Gebäude nennt man solare Gewinne. Bei Fensterflächen z.B. ist dies abhängig von Orientierung, Verschattung sowie Energiedurchlässigkeit der Verglasung usw. .


Systemnutzungsgrad
Dieser umfasst den Nutzungsgrad der Heizungsanlage einschließlich der Wärmeverteilung (Speicher und Leitungen) im Gebäude. Je höher dieser Nutzungsgrad ist, desto effektiver ist die Heizungsanlage.
Beim Einsatz von Solarkollektoren (0 .. 100%) und Wärmepumpen liegt der Nutzungsgrad zwischen 100 und 300 %. Alte Heizungsanlagen weisen dagegen einen Nutzungsgrad < 70 % aus.


Transmission 
Wärmedurchgang durch ein Bauteil, durch Strahlung und durch Konvektion an den Oberflächen. Wird errechnet aus dem U-Wert, der Fläche des Bauteils.


Transmissionsverluste 
Wärmeverluste, die durch die Wärmeleitung durch die Hüllflächen des Gebäudes entstehen und an die Umwelt abgegeben werden.


Umrechnungsfaktoren für Energie
1 Liter Heizöl = ca. 10 kWh
1 m³ Erdgas = ca. 10 kWh
1 Liter Flüssiggas = ca. 7 kWh
1 kg Holzpellets = ca. 5 kWh


U-Wert 
Wärmedurchgangskoeffizient, Größe für die Transmission durch ein Bauteil. Er beziffert die Wärmeleistung (in W), die bei einem Grad Temperaturunterschied zwischen den Schichten auf beiden Seiten des Bauteils durch einen Quadratmeter des Bauteils entweicht. Folglich sollte der
U-Wert von Bauteilen möglichst gering sein. Er wird bestimmt durch die Dicke und den Dämmwert des Baustoffes und den Wärmeübergangskoeffizienten zwischen den Bauteiloberflächen und der Umgebung.


Verbrauch 
Das ist im Gegensatz zum Bedarf die tatsächlich verbrauchte Energiemenge. Der Verbrauch wird anhand der Rechnungen über die letzten drei Jahre als Durchschnittswert errechnet.


Wärmebrücken 
Wärmebrücken sind Bereiche in Bauteilen eines Gebäudes, durch den die Wärme schneller nach außen fließt, als durch die anderen Bauteile. Daraus ergeben sich zusätzliche Wärmeverluste sowie eine reduzierte Oberflächentemperatur auf der Innenseite des Bauteils in dem betreffenden Bereich. Wird die Oberflächentemperatur durch eine vorhandene Wärmebrücke abgesenkt kann es an dieser Stelle bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur der Raumluft zu Kondensatbildung auf der Bauteiloberfläche kommen. Eine bekannte Folgeerscheinungen ist beispielsweise Schimmelpilzbefall. Typische Wärmebrücken sind Balkonplatten, Betonstützen im Bereich eines Luftgeschosses, Fensteranschlüsse an Laibungen usw..
Wärmebrücken können mittels FEM-Programmen berechnet und individuell ihres Anteils nach in die Energiebilanz einbezogen werden.


Wärmeleitfähigkeit 
Steht für die Materialeigenschaft hinsichtlich Ihrer Fähigkeit Wärme zu leiten. Im wesentlichen ist dies von der Dichte und der Art des Material abhängig; je kleiner, desto besser die Dämmeigenschaft; Materialien mit < 0,1 W/mK gelten als Wärmedämmstoffe.


Wirkungsgrad 
Der Wirkungsgrad ist allgemein das Verhältnis von Nutzen zu Aufwand, bei einer Maschine beispielsweise das Verhältnis von abgegebener zu zugeführter Leistung. Es ist im Grunde der umgekehrte Nutzungsgrad.

 

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